Medienkonsum und Medienkompetenz bei Jugendlichen
Chancen, Risiken und Möglichkeiten zum Safer Internet Day 2026
Am 10. Februar 2026 findet wieder der Safer Internet Day statt. Dieser internationale Aktionstag macht darauf aufmerksam, wie wichtig ein sicherer, bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien ist. Unter dem Motto „Together for a better internet“ sind Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen weltweit eingeladen, sich für ein besseres und respektvolles Miteinander im Internet einzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei Kinder und Jugendliche und die Frage, wie sie digitale Medien sicher nutzen können.
Der Safer Internet Day wird von der Europäischen Kommission organisiert und findet 2026 bereits zum 23. Mal statt. Über 100 Länder nehmen daran teil. Der Aktionstag bietet Anlass, über die Chancen, aber auch über mögliche Risiken der digitalen Welt zu sprechen – besonders mit Blick auf Jugendliche, für die Smartphones, Social Media, Streaming-Dienste und Online-Spiele zum Alltag gehören.
Mediennutzung bei Jugendlichen
Jugendliche verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit online. Viele nutzen täglich mehrere Stunden ihr Smartphone, vor allem für soziale Medien, Videos oder Spiele. Digitale Medien sind dabei nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein wichtiger Ort für Freundschaften, Austausch, Lernen und Information.
Was sagt die Forschung?
Studien zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Nutzung digitaler Medien und dem psychischen Wohlbefinden von Jugendlichen gibt - dieser Zusammenhang aber von vielen Faktoren abhängig ist.:
- Viel Bildschirmzeit kann belasten: Jugendliche, die sehr viel Zeit mit Bildschirmmedien oder sozialen Netzwerken verbringen, berichten häufiger von schlechterer Stimmung, Stress oder geringerer Lebenszufriedenheit – vor allem dann, wenn die Nutzung sehr intensiv oder problematisch ist.
- Nicht nur die Dauer ist wichtig: Entscheidend ist auch, wie Medien genutzt werden. Aktives Kommunizieren, Kreativität und Austausch können positive Effekte haben. Langes, passives Scrollen oder ständiger Vergleich mit anderen kann dagegen negative Gefühle auslösen bzw. diese verstärken.
- Weniger Bildschirmzeit kann guttun: Studien zeigen, dass eine bewusste Reduktion der Freizeit-Bildschirmzeit auf zwei Stunden täglich, das Wohlbefinden, soziale Kontakte und den Schlaf verbessern kann. Wichtig ist hier auch der Ausgleich in Form von Bewegung, Sport, sozialen Kontakten, Hobbies der ebenfalls hilft die Stimmung und das Wohlbefinden zu steigern.
- Problematische Nutzung: Ein Teil der Jugendlichen zeigt Anzeichen von problematischer Social-Media-Nutzung, etwa das Gefühl, nicht mehr aufhören zu können. Das geht häufiger mit Stress und psychischer Belastung einher.
Insgesamt zeigt die Forschung: Medien allein machen weder krank noch glücklich. Entscheidend sind persönliche Faktoren, das soziale Umfeld und vor allem der kompetente Umgang mit digitalen Medien und ob Soziale Medien aktiv oder passiv benutzt werden.
Medienkompetenz als wichtige Grundlage
Medienkompetenz bedeutet mehr als nur zu wissen, wie Apps funktionieren. Dazu gehören auch:
- Inhalte kritisch zu hinterfragen
- Risiken wie Cybermobbing oder falsche Informationen zu erkennen
- eigene Grenzen zu kennen und auf das eigene Wohlbefinden zu achten
Gut entwickelte Medienkompetenz hilft Jugendlichen, digitale Medien bewusst zu nutzen und eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Leben zu finden.
Angebote in Salzburg
Im Bundesland Salzburg gibt es ein breites Angebot rund um Medienkompetenz und gesunden Medienkonsum. Dazu zählen Workshops, Vorträge, Online-Elterntalks, Fortbildungen sowie jede Menge Informationen für Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Interessierte.
Eine zentrale Anlaufstelle ist akzente Salzburg. Hier finden junge Menschen, Eltern, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Unterstützung, Orientierung und praxisnahe Informationen zum Thema Medienkonsum und Medienkompetenz.
>> Zum Medienbildungs-Angebot von akzente Salzburg gehts hier!



